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Firmenchronik

moeller 100

100 Jahre Firma Erich Möller GmbH

 

Vom Handwerksbetrieb zum Mittelstandsunternehmen

Firmenchronik

Am 1. März 2011 konnte unsere Firma das 100 jährige Firmenjubiläum begehen.Die Firmenchronik soll ein wenig den Weg von den allerkleinsten Anfängen eines Handwerksbetriebes bis zum heutigen, in dervierten Generation immer noch Inhabergeführten, Mittelstandsunternehmen aufzeigen.


Die erste offizielle Erwähnung der Bau- und Möbelschreinerei Möller beginnt mit dem 1. März 1911. Die eigentliche Firmengeschichte dürfte aber bereits einige Jahre früher beginnen. Durch die Bombardierung  der Handwerkskammer in Kassel im zweiten Weltkrieg  wurden Nachweise hierüber leider vernichtet.

Mein Urgroßvater Conrad Matthäus Möller war bereits als Schreinermeister in Kleinenglis tätig. Er starb bereits im Alter von 56 Jahren und die Schreinerei wurde daraufhin von meiner Urgroßmutter Anna Catharina Möller geb. Dingel vom 1. März 1911 bis zum 26.08.1913 kommissarisch weiter geführt.
Mein Großvater Eckhard Möller legte am 26.08.1913 seine Meisterprüfung im Alter von 24 Jahren ab. Von da an führte er die kleine Schreinerei. Schon im Jahr 1914 wurde er eingezogen, als der erste Weltkrieg begann. 1916 wurde er verwundet und in ein Erfurter Lazarett eingeliefert, dort lernte er seine spätere Ehefrau, meine Großmutter Lina geborene Löbner kennen, die ihn dort als Krankenschwester betreute. Am 16. März 1917 wurde mein Vater Erich Möller in Nöda bei Erfurt geboren. Nach Kriegsende zog die kleine Familie nach Kleinenglis. Am 6. Dezember 1919 wurde der zweite Sohn Walter geboren. Beide Söhne lernten bei ihrem Vater das Schreinerhandwerk.


1906Schon im Jahr 1920 baute Eckhard Möller einen Maschinenraum. Er war sehr fortschrittlich eingestellt und hatte bereits damals einen kompletten Maschinenpark. Das älteste erhaltene Familienbild zeigt das Wohnhaus, das 1906 erbaut wurde, und den separaten Maschinenraum. Vier Gesellen sind auf dem Bild zu sehen, darunter auch Johannes Möller, der jüngere Bruder meines Großvaters, der auch bei ihm das Schreinerhandwerk erlernte.

Zu dieser Zeit gab es in unserem Unternehmen noch keinen Lieferwagen. Die auszuliefernden Fenster, Türen oder Treppen wurden mit einem größeren Handwagen in der Regel von zwei Lehrlingen zur Baustelle gezogen. Dabei konnte diese durchaus 10 km entfernt liegen. Die Gesellen fuhren dann mit der Werkzeugkiste auf dem Fahrrad nach. Es war selbstverständlich, dass die Lehrlinge pünktlich auf der Baustelle eintreffen mussten. Das bedeutete, dass sie manchmal schon um sechs Uhr morgen losfahren  mussten, und das nicht selten über unbefestigte Straßen und Wege. Größere Stücke wurden von Landwirten mit ihren Pferdefuhrwerken transportiert.
Das erste Firmenfahrzeug Nachdem sich mein Großvater im Jahr 1931 sein erstes Auto –ein Hanomag-Kommisbrot- zulegte, wurde auch der Handwagen damit gezogen. Der Lehrling saß dabei auf dem  Gepäckträger.

Neben privaten Kunden war vor allem das Kraftwerk der PreussenElektra, heute e.on, der größte Auftraggeber.

Am 1.September 1939 begann der zweite Weltkrieg und damit eine schwere zeit für Eckhard Möller. Seine beiden Söhne wurden eingezogen.

Bei der Betriebsanmeldung im Jahr 1947 zur Wiederaufnahme des Betriebes nach dem Krieg bestand dieser aus zwei Familienangehörigen  und zwei Lehrlingen. Die Betriebsräume bestanden damals aus einem Maschinenraum mit  8 Maschinen und einer Arbeitswerkstätte. 12 Kubikmeter Holz gehörten zum Betriebsvermögen. Ein weiterer Betriebszweig war der Handel mit Möbeln.
Die Gesellen waren noch in Kriegsgefangenschaft  oder wurden für den Wiederaufbau der Stadt Kassel abkommandiert. Es war noch vor der Währungsreform und es gab Bezugsscheine. Unser Altgeselle Hans Appel  war auch nach Kassel  abkommandiert worden. Er fuhr einige male zusammen mit meinem Großvater im Tempo-Dreirad nach Kassel, um bei der Firma Döhne Beschläge zu kaufen. Als man sich anschließend am Fahrzeug wieder traf, hatte Hans Appel fast nichts bekommen – mein Großvater allerdings alle benötigten Beschläge. Er hatte nämlich zusätzlich zu Geld und Bezugsscheinen noch Geflügel, Hasen, Ziegenlämmer und Kartoffeln mitgenommen. Er gab seinem Gesellen den Rat, beim nächsten Mal nicht in den Verkaufsladen  sondern in die Küche der Firma Döhne zu gehen.

Nach der Währungsreform entwickelte sich der Betrieb kontinuierlich weiter. Der Siedlungsbau der „Grube Altenburg“, der Siedlungsgesellschaft der PreussenElektra, setzte ein und entwickelte sich zu einem „Bauboom“. Die Firma Möller hatte in der Regel vier Gesellen und zwei Lehrlinge beschäftigt. Neben Fenstern und Zimmertüren wurden auch über 50 Geschosstreppen im Jahr gefertigt. Selbstverständlich wurden in vielen Häusern auch Fußbodendielen verlegt. In den Wintermonaten  wurden Möbel angefertigt. Das waren in der Regel Einbauschränke und Raumteiler, aber auch komplette Schlafzimmer  und Einzelmöbel, die „auf Maß“ gebaut werden mussten. Die Produktpalette steht für „Bau- und Möbelschreinerei“ und für unübertroffene Qualität der Möller-Produkte. Es gibt heute noch Kunden, die Produkte aus dieser Zeit täglich im Gebrauch haben und lobend davon berichten.

Bis zu seinem Ableben im Jahr 1958 führte Eckhard Möller die Firma, die sich kontinuierlich weiter entwickelte. Nach seinem Tod führten seine Frau Lina und der Sohn Erich Möller den Betrieb weiter. Er legte in 1961 die Meisterprüfung  ab. Erich Möller, in früheren Jahren ein begeisterter Modell-Segelflieger, war ein Tüftler und Erfinder, was sich auf und in seinem Betrieb positiv auswirkte.

Im Jahr 1961 wurde der Werkstatt-  und  Maschinenraum erweitert. Der alte Maschinenraum wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Maschinen- und Bankraum mit Heizung, Sozialräumen und Büro waren unter einem Dach untergebracht.

Ein Ausstellungsraum vervollständigte das Gebäude. In den Folgejahren wurden noch Garagen und Holzwerkstatt errichtet. Damit war das Grundstück vollständig zugebaut.

Das Jahr 1968 war sehr entscheidend für die Firma Möller. Die Produktion von Kunststofffenstern wurde aufgenommen. Nachdem auf Messen ungefähr seit 1965 die ersten Kunststofffenster gezeigt wurden, erkannte mein Vater Erich Möller sehr schnell das Potenzial von PVC gegenüber von Holz im Außenbereich. Wir waren damit die erste Firma im Kreisgebiet, die Kunststofffenster herstellte. Es war geplant, Holz- und Kunststofffenster parallel herzustellen. Das klappte aber nicht. Das lag zum Teil am Fachkräftemangel. Viele junge Facharbeiter wechselten in das neu errichtete Volkswagenwerk nach Baunatal. Es gelang uns nicht eine parallele Produktion aufzubauen. Also wurden im Jahr 1968/69 entweder Holz- oder Kunststofffenster gefertigt. Betriebswirtschaftlich machte das wenig Sinn, zumal sich die Qualität der „Möller-Kunststofffenster“ schnell herumsprach. Der Betrieb war mit der Fertigung von Kunststofffenstern voll ausgelastet. Die Entscheidung für Kunststofffenster war für meinen Vater Erich Möller kein ganz leichter Schritt – er gab damit die modernste Holzfensterfertigung in der ganzen Region auf, zumal die Firma Möller den Ruf hatte, die besten Holzfenster und Holzhaustüren zu liefern. Viele langjährige und zufriedene Kunden konnten daher den Schritt zu PVC-Fenstern nicht verstehen.

Doch Erich Möller zeigte auch hier Innovation und Fachwissen. Mit anfänglich wenigen zur Verfügung stehenden Profilen „zauberte“ er ein komplettes Fenster- und Türenprogramm. Und das natürlich in allerbester Qualität.

In den siebziger Jahren erfolgte ein privater Bauboom, dem die Räumlichkeiten in der heutigen Bergmannsstraße nicht mehr standhielten. Die Stadt Borken, in die Kleinenglis im Jahr 1974 eingemeindet wurde, wies im Jahr 1978 drei gewerbliche Bauplätze am Sellenweg aus. Erich Möller erwarb zwei davon und errichtete darauf eine moderne Werkhalle mit 1.320 qm Nutzfläche. Am 1.August 1980 wurde die neue Fertigungshalle bezogen. Anfänglich waren hier 12 Mitarbeiter beschäftigt. Doch schon Ende 1981 erfolgte ein massiver konjunktureller Einbruch. Es folgte eine schwere Zeit. Es stand fest: Produkt, Qualität und Preis stimmten, jedoch fehlte die Nachfrage. Nach kurzer Überlegung fand sich die Lösung: Wir liefern nach Westberlin. Die Stadt war durch die Teilung Deutschlands nur über die Transitstrecke zu erreichen. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir uns einen guten Kundenkreis aufgebaut, so dass bis zu  vierzig Prozent der Kleinengliser Fensterproduktion nach Berlin geliefert wurde. Im Frühjahr 1986 zog die Konjunktur auch im hiesigen Raum spürbar an – die Arbeiten in Berlin konnten reduziert werden. Die Konjunktur nahm fahrt auf, so dass im Jahr 1988 schon 30 Mitarbeiter beschäftigt wurden. Die Produktionsfläche war innerhalb von 8 Jahren an ihre Grenzen gestoßen. Ein erster Anbau von 1.080 qm wurde errichtet und im Frühjahr 1990 in Betrieb genommen.

Zeitgleich erfolgte auch die Wiedervereinigung Deutschlands und dadurch hatte unsere Firma die Möglichkeit, ihre Produkte auch an Tischlereien in Thüringen zu liefern. Das Handelsgeschäft erreichte teilweise einen Anteil von sechzig Prozent der Produktion. Das Kerngeschäft blieb jedoch immer das Direktgeschäft mit Privatkunden in der Region.


Die stetige Aufwärtsentwicklung erforderte 1995 einen zweiten Anbau mit einer Fläche von weiteren 675 qm. Damit war auch das Betriebsgrundstück „Sellenweg 14“ komplett bebaut. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 40 an.
Im Jahr 2001 wurde ein Wintergarten an die Ausstellungsfläche angebaut, um die hergestellten Produkte entsprechend präsentieren zu können. Ein gegenüberliegendes Grundstück wurde erworben und erforderliche Parkplätze konnten gebaut werden.

Im Mai 2000 wurde ein Vertriebsbüro in Niederwöhren bei Stadthagen gegründet. Es ist eine eigenständige Niederlassung,  die sich kontinuierlich entwickelt. Es werden auch hier Kleinaufträge von Privatkunden als auch Großprojekte zur Zufriedenheit unserer Kunden erfüllt.

Unsere Firma hat sich seit Generationen um die optimale Qualität ihrer Produkte bemüht. Die Fenster und Haustüren werden von Anbeginn entsprechend ihrer Möglichkeiten modifiziert und gemäß „Möller-Qualität“ verbessert. Diese Maßnahmen und Innovationen zusammen mit hervorragend geschulten Mitarbeitern- ergeben den fast schon legendären Ruf von Möller –Produkten.

Dem Perfektionsgedanken von Möller entsprang die Entwicklung einer eigenen Haustürschwelle  aus Aluminium mit äußerer Magnetdichtung. Wir haben sie erstmals auf der Leipziger Baumesse 1996 vorgestellt. Diese Haustürschwelle wurde bestaunt, hatte doch  unsere Wettbewerber  alle die gleichen Probleme mit ihren standardmäßigen Haustürschwellen. Diese Erfindung haben wir uns schützen lassen. Doch die Entwicklung bleibt nicht stehen. Die Anforderungen bezüglich der Energieeinsparungen wurden in den letzten Jahren schrittweise verschärft. Unsere Antwort darauf ist eine komplette Neuentwicklung der Haustürschwelle. Um die Wärmedämmung maßgeblich zu verbessern, wurde ein Kunststoff-Verbundmaterial gewählt. Selbstverständlich wurde der Magnet beibehalten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: wir haben die am besten isolierte Haustürschwelle weltweit entwickelt. Selbstverständlich haben wir die außergewöhnliche Wärmedämmung, Schlagregendichtheit und Einbruchsicherheit von unabhängigen Instituten prüfen und bestätigen lassen.

Unser Unternehmen zeichnet sich heute durch eine fundierte, fachgerechte Beratung  von langjährig beschäftigten Mitarbeitern aus. Diese wurden im Unternehmen ausgebildet und können die Kunden gezielt auf die unterschiedlichen baulichen Gegebenheiten beraten. Der Vorteil für unsere Kunden besteht aber auch durch die eigene Fertigung. Möller-Produkte werden immer für jede Maueröffnung mit den unterschiedlichen Anforderungen individuell und exakt angefertigt. Dabei wird größter Wert auf Funktion und Qualität, aber auch auf gutes Aussehen gelegt. Oftmals wird die Haustür optisch nach Urlaubsfotos angefertigt, aber auch dann immer nach „Möller-Maßstab“. Schall- und Wärmeschutzelemente vervollständigen die Produktpalette. Dass diese Produkte optimal gefertigt werden müssen, versteht sich bei „Möller“ von selbst. Solche Funktionselemente erfüllen ihre Aufgabe aber erst durch eine perfekte Montage. Die Anschlüsse von Rahmen zur Wand müssen sorgfältig und fachgerecht mit den geeigneten Mitteln hergestellt werden. Ein großes Profillager mit den unterschiedlichsten Anschlussprofilen ist dazu unbedingt erforderlich. Das Ganze funktioniert nur mit gut ausgebildeten Monteuren. Unsere Firma montiert nur mit eigens geschulten Fachkräften. Alle Möller-Monteure sind fest angestellt. Die Montagetermine werden sorgfältig eingehalten, damit die Arbeit reibungslos ablaufen kann. Selbstverständlich gehört zu Möller auch ein guter Service. Ob es ein gerissener Rollladengurt oder der berühmte Tropfen Öl ist, jedes Problem wird zur Zufriedenheit unserer Kunden erledigt. Die umfangreiche Technik erfordert eine gewisse Wartung, zumal die elektronischen Steuerungen in unseren Produkten immer mehr Einzug halten. Die Bauteile Fenster-Türen-Rollladen entwickeln sich zunehmend zu technisch anspruchsvollen Produkten, die in die Gesamtenergiebilanz eines Hauses einfließen. Künftig wird das Bauteil Fenster immer mehr vom Energieverbraucher zum Energielieferanten entwickeln. Daran arbeiten wir bereits heute.

Alle unsere 42 Mitarbeiter fühlen sich in „ihrem“ Betrieb sehr wohl, weil wir ein gutes Betriebsklima pflegen. Angenehme Arbeitsplätze und Arbeitsschutz sorgen für die Gesundheit und Sicherheit unserer Beschäftigten und die Geschäftsleitung hat immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Probleme. Wir alle wollen dafür sorgen, dass die Qualität unserer Produkte auch in den kommenden Jahren unsere Kunden überzeugt und ein Weiterbestehen  unseres Unternehmens sichert.

Gerd Möller
 
 
 
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